Mayflower
Die Mayflower (englisch für Maiblume) war ein Segelschiff, mit dem die so genannten Pilgerväter von Mittelengland nach Amerika fuhren, um dort ein neues Leben zu führen. Die Mayflower stach am 6. September 1620 von Plymouth in See und erreichte Cape Cod am 21. November 1620. Die Passagiere überwinterten auf dem Schiff und begannen im darauffolgenden Frühjahr 1621 mit der Besiedlung der Küste. Die Mayflower stach am 15. April 1621 zur Rückfahrt nach England in See (alle Daten gregorianischer Kalender).
An Bord der Mayflower waren 102 Passagiere und etwa 30 Mann Besatzung. Kapitän des Schiffes war Christopher Jones.
Viele Amerikaner, insbesondere die vornehmen Familien Neuenglands (wie etwa die Brahmanen von Boston) versuchen, ihre Abstammung auf einen Passagier der Mayflower zurückzuführen. Die General Society of Mayflower Descendants wurde 1897 in Plymouth (Massachusetts) gegründet.
Die Reise der Mayflower ist das prominenteste Beispiel für die Besiedlung Amerikas durch Nordeuropäer und wird bisweilen fälschlich als deren Beginn dargestellt. Tatsächlich aber begann die Kolonialisierung Nordamerikas in der Neuzeit bereits Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Besiedlung von Neufundland. Die Stadt St. John’s gilt mit der Inbesitznahme durch die englische Krone im Jahr 1583 als älteste britische Kolonie.
Mehrere Luftschiffe von Goodyear tragen den Namen Mayflower.
Literatur
- Nathaniel Philbrick, Norbert Juraschitz: Mayflower. Aufbruch in die Neue Welt. (Deutsch), 2006, ISBN 3-89667-229-0
- Nathaniel Philbrick: Mayflower. A Story of Courage, Community, and War. (Englisch), 2006, ISBN 0-670-03760-5
Commons: Mayflower – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Liste der Mayflower-Passagiere (Englische Seite)