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Sokuon

Das Sokuon (促音) ist ein Zeichen der japanischen Schrift, das einen kleiner gesetzten tsu in Hiragana oder Katakana entspricht. Umgangssprachlich wird es auch als chiisai tsu, „kleines tsu“ bezeichnet. Zum Vergleich:

NormalgrößeSokuon
Hiragana
Katakana

Das Sokuon wird zu verschiedenen Zwecken verwendet. Die erste ist, einen Doppelkonsonanten anzuzeigen (fachsprachlich: Gemination). In der Rōmaji-Umschrift steht dafür dann auch ein doppelter Konsonant.

Beispiel:

  • 待って matte, zu deutsch „Warte mal“. 待 ist ein Kanji, das das Verb 待つ matsu mit der Bedeutung „warten“ repräsentiert, und matte ist das Partizip. Durch den Anschluss des て te wird das つ tsu von matsu auf das Sokuon reduziert, damit entsteht ein Doppelkonsonant.
  • Pocky, ein japanischer Snack, wird in Katakana ポッキー geschrieben: ポ po, ッ sokuon, キ ki, ー chōon. Die Umschrift nach Hepburn-System wäre danach pokkī.

Das Sokuon wird auch verwendet, um einen stimmlosen glottalen Plosiv am Satzende zu repräsentieren, wie er in der gesprochenen Sprache bei Erregung oder Ärger vorkommt.

Dient der Sokuon zur Gemination, wird er im Internationalen Phonetischen Alphabet durch einen verdoppelten Konsonanten oder einen kleinen Haken ähnlich einem Apostroph dargestellt.

Der stimmlose glottale Plosiv wird dagegen mit einem Haken ähnlich dem Fragezeichen dargestellt: [ʔ].

In japanischen Computereingabesystemen wird der Sokuon automatisch eingefügt, wenn ein Konsonant doppelt eingegeben wird. matte ergibt demnach 待って. Ein einzelnes Sokuon kann man, je nach IME, mit Hilfe von xtu, ltu oder ltsu schreiben.

sci.lang.japan FAQ: sokuon

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