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Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) ist eine deutsche gewerkschaftliche Vereinigung von Bühnenkünstlern, Technikern und Verwaltungsangehörigen.

Organisation

Hauptsitz der GDBA ist Hamburg. Sie hat sieben Landesverbände und ist in die Berufsgruppen Solo, Tanz, Opernchor, Ausstattung sowie Technik und Verwaltung (ATuV) gegliedert. Die GDBA vertritt etwa 7.000 Mitglieder. Sie ist Tarifpartner des Arbeitgeberverbandes Deutscher Bühnenverein und trägt mit ihm die Bühnenschiedsgerichtsbarkeit, die Fachgerichte der Bühnen. Für jedes Theater steht ein Obmann zur Verfügung. Die Zeitschrift der GDBA trägt den Namen bühnengenossenschaft.

Geschichte

Die Genossenschaft wurde 1871 auf Initiative des Schauspielers Ludwig Barnay in Weimar gegründet. Damit reagierte man auf die bevorstehende Verabschiedung einer Hausordnung. Das Gründungsprogramm forderte:

  • Schaffung eines Konzessionsgesetzes, um die Zulassung der Theaterleiter von deren Eignung abhängig zu machen,
  • Schaffung eines Theatergesetzes, um die Bühnenangehörigen vor Willkür des Theaterleiters zu schützen,
  • Gründung einer Versorgungsinstitution,
  • Ausarbeitung eines Vertragsformulares.

Später kamen zahlreiche weitere Forderungen dazu, zum Beispiel Regelung der Fachverträge, Beschäftigungsanspruch, Saisonverträge und Frauenschutz. Im Laufe der Jahre kam es zu langwierigen Verhandlungen mit dem Deutschen Bühnenverein. Als 1909 die Delegierten dem Entwurf eines Bühnenvertrages nicht zustimmten, wurden alle Verhandlungen abgebrochen und erst nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgenommen.

Am 14. März 1919 kam schließlich ein Tarifvertrag zustande, der mit Änderungen bis heute gültig ist. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde mit Theatergesetz vom 15. Mai 1934 stattdessen die Reichstheaterkammer geschaffen, in welche der Bühnenverein und die verschiedenen Bühnengewerkschaften zwangsintegriert wurden. Dementsprechend wurde die GDBA im September 1935 aufgelöst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Neugründung, und 1946 fand in Weimar die erste Begegnung der Landesverbände statt. Nachdem 1952 die Gewerkschaft Kunst innerhalb des FDGB gegründet worden war, hörte die GDBA als eigenständige Organisation in der DDR zu bestehen auf. Erst nach der Wende 1989 traf man sich wieder zu einer gesamtdeutschen Tagung.

Offizielle Website

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