Gerhard Becker Komponist
Gerhard Becker (* 7. August 1919 in Erfurt; † 4. März 1973 in Berlin) war ein deutscher Komponist, Filmkomponist, Arrangeur und Dirigent.
Biografische Angaben
Becker war bereits während der Schulzeit Mitglied des Erfurter Motettenchors. Nach seinem Abitur 1937 war er bis Kriegsende Soldat und auch beim Reichsarbeitsdienst eingesetzt. Dennoch konnte der junge Musiker, der zeitweise freigestellt war, in dieser Zeit sein Studium mit einer Dissertation über Oscar Straus abschließen.
Ab 1946 war Becker Dirigent des Meininger Symphonieorchesters sowie Gastdirigent am Landestheater Darmstadt und an der Berliner Staatsoper. Auch am Münchner Operettentheater wirkte er als Dirigent.
Mitte der 1950er Jahre ließ Becker sich in Berlin nieder, wo er als freier Komponist tätig war. Ab 1968 war er Intendant des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin.
Neben zahlreichen Arrangements und Kompositionen, wie z. B. der Sinfonischen Dichtung „Die Rakete“, schrieb Becker zwischen 1957 und 1966 auch einige Filmmusiken. Seine bekanntesten Werken sind die Musiken zu den Filmen „Der Tiger von Eschnapur“ (1959), „Das indische Grabmal“ (1959), „Ein Engel auf Erden“ (1959) und „Die tausend Augen des Dr. Mabuse“ (1960). Auch der Schlager „Brautjammer (Hör’ ich die Glocken)“ (1961) von Trude Herr stammt aus seiner Feder.
Filmografie (Auswahl)
- Der Graf von Luxemburg (1957)
- Ruf der Wildnis (1958)
- Der Tiger von Eschnapur (1959)
- Das indische Grabmal (1959)
- Ein Engel auf Erden (1959)
- Aus dem Tagebuch eines Frauenarztes (1959)
- Die tausend Augen des Dr. Mabuse (1960)
- Sabine und die hundert Männer (1960)
- Lebensborn (1961)
- Immer Ärger mit dem Bett (1961)
- Hochzeit am Neusiedler See (1963)
- Das Spukschloß im Salzkammergut (1966)