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Insel der Wiedergeburt

Bearbeitetes Satellitenbild (2004) des Aralsees mit der (Halb-)Insel der Wiedergeburt
Topografische Karte, 1984

Die Insel der Wiedergeburt (russisch Остров Возрождения/Ostrow Wosroschdenija) war eine Insel im Aralsee, die aufgrund der Verlandung inzwischen zur Halbinsel geworden ist.

Die Insel erhielt ihren Namen während einer russischen Expedition in den 1850er Jahren. Nach den häufigen administrativen Neuordnungen in Zentralasien gehörte die Insel seit 1936 zur sowjetischen Teilrepublik Usbekistan. Ab 1948 baute das sowjetische Militär in Kantubek ein Forschungslabor für biologische Waffen auf. Mit dem Ende der Sowjetunion wurde das Labor 1991 aufgelöst und Kantubek zur Geisterstadt.

Die ursprünglich relativ kleine Insel wuchs im Zuge der Verlandung des Aralsees seit den 1960er Jahren zusehends an und vervielfachte ihr Territorium, in erster Linie nach Süden zur usbekischen Küste hin, aber auch nach Westen und Osten sowie nach Norden bis über die im Aralsee verlaufende Grenze zu Kasachstan hinaus. Im Juni 2002 verband sich die Insel mit dem usbekischen Festland und formte eine inzwischen über 100 km breite Landverbindung.

Aufgrund der starken Verseuchung in der Umgebung des ursprünglichen Forschungslabors (u. a. mit Milzbrand-Erregern) wird befürchtet, dass auf der Insel der Wiedergeburt heimische Reptilien über die neu entstandene Landbrücke tödliche biologische Erreger verbreiten könnten.

Siehe auch

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