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Kawabata Yasunari

Sechs der sieben Nobelpreisträger 1968: Har Gobind Khorana, Robert W. Holley, Luis Walter Alvarez, Marshall Warren Nirenberg, Lars Onsager und Kawabata Yasunari.
Gedenkstein an Kawabatas Geburtsort

Kawabata Yasunari (jap. 川端 康成, Kawabata Yasunari, * 11. Juni 1899 in Osaka [14. Juni lt. Eintrag im Familienregister]; † 16. April 1972 in Zushi durch Suizid) war ein japanischer Schriftsteller und der Literaturnobelpreisträger 1968.

Kawabata wurde mit zwei Jahren Waise und verlor auch bald seine Großeltern. Als Student an der Universität Tokio gründete er zusammen mit Yokomitsu Riichi das neo-impressionistische Journal Bungei Jidai (Das künstlerische Zeitalter).

Werke

Kawabatas Erstlingswerk war 1927 Izu no Odoriko (Die Tänzerin von Izu). Seine Novelle Yukiguni (Schneeland) erschien 1937; sie erzählt die Geschichte einer Liebesbeziehung zwischen einem Tokioter Geschäftsmann und einer provinziellen Geisha in einer entlegenen Ortschaft. Yukiguni wurde schon kurz nach Veröffentlichung zum Klassiker und etablierte Kawabata als einen der führenden japanischen Schriftsteller. In Senbazuru (Tausend Kraniche) führte er einige Themen aus diesem Werk fort. In Meijin (engl. The Master of Go, übersetzt von Edward G. Seidensticker, keine deutsche Übersetzung) von 1954 beschreibt er die Partie des letzten Hon’inbō Shūsai gegen den jungen Minoru Kitani.

Werke auf Deutsch

  • Die Tänzerin von Izu (伊豆の踊子, Izu no odoriko, 1926; übersetzt von Oscar Benl, 1968)
  • Tagebuch eines Sechzehnjährigen (十六歳の日記, jūrokusai no nikki, 1925/1927; übersetzt von Oscar Benl, 1969), ISBN 3-499-11428-3
  • Die Rote Bande von Asakusa, (浅草紅團, Asakusa kurenaidan, 1929/1930; übersetzt von Richmod Bollinger, 1999). ISBN 3-458-16969-5
  • Träume im Kristall (水晶幻想, suishō gensō, 1931; übersetzt von Siegfried Schaarschmidt, 1973), ISBN 3-518-01383-1
  • Ein Kirschbaum im Winter (山の音, yama no oto, 1949/1954; übersetzt von Siegfried Schaarschmidt und Misako Kure, 1969), ISBN 3-423-11297-2
  • Schneeland (雪国, yukiguni, 1937/1947; übersetzt von Oscar Benl, 1957, sowie von Tobias Cheung, 2004), ISBN 3-89404-431-4 bzw. ISBN 3-518-22376-3
  • Tausend Kraniche (千羽鶴, sembazuru, 1949/1951; übersetzt von Sachiko Yatsushiro und durchgesehen von Robert Schinzinger, 1956), ISBN 3-423-11080-5
  • Die schlafenden Schönen (眠れる美女, nemureru bijo, 1960/1961; übersetzt von Siegfried Schaarschmidt, 1994), ISBN 3-518-39685-4
  • Kyoto oder Die jungen Liebenden in der alten Kaiserstadt (古都, Koto, 1962; übersetzt von Walter Donat in Zusammenarbeit mit Yuzuru Kawai, 1968), ISBN 3-423-12297-8
  • Schönheit und Trauer (美しさと悲しみと, utsukushisa to kanashimi to, 1961/1963; übersetzt von Heinz Haase, 1987), ISBN 3-423-11245-X
  • Handtellergeschichten (enthält 33 „Handtellergeschichten“ (掌の小説, tenohira no shōsetsu, auch tanagokoro no shōsetsu) aus den Jahren 1923 bis 1950; übersetzt von Siegfried Schaarschmidt, 1990), ISBN 3-423-11621-8
  • Der Blinde und das Mädchen (enthält weitere 19 Handtellergeschichten; übersetzt von Siegfried Schaarschmidt (18) und Otto Putz (1), 1999), ISBN 3-446-19694-3
  • Drei Erzählungen (Sprachlos (無言, mugon, 1953) – Ein Mädchen mit Duft (匂ふ娘, niou musume, 1960) – Was ihr Mann nie tat (夫のしない, otto no shinai, 1958); übersetzt von Barbara Yoshida-Krafft, 2001), ISBN 3-89129-083-7

 Commons: Kawabata Yasunari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Eigennamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Japanischen. Kawabata ist hier somit der Familienname, Yasunari ist der Eigenname.
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