Mauna Kea
| Mauna Kea | ||
|---|---|---|
Satellitenbild Mauna Kea (oben) und Mauna Loa (unten) | ||
| Höhe | 4.214 m | |
| Lage | nördlicher Teil der Insel Hawaiʻi | |
| Geographische Lage | 19° 49′ 45″ N, 155° 27′ 36″ W19.829166666667-155.464214Koordinaten: 19° 49′ 45″ N, 155° 27′ 36″ W | |
| Typ | Schildvulkan | |
| Letzte Eruption | vor ca. 4000 bis 6000 Jahren | |
Der Vulkan Mauna Kea (hawaiisch für Weißer Berg)[1] ist mit etwa 4.214 m der höchste Berg auf Hawaiʻi.
Da er vom Meeresboden aus gewachsen ist, beträgt seine gesamte Höhe vom Fuß unter Wasser bis zum Gipfel etwa 10.205 Meter und er ist nach dieser Messung der höchste Berg der Erde.
Mauna Kea sowie die anderen Vulkane auf Hawaiʻi, Mauna Loa, Hualālai und Kīlauea, sind über einem Hotspot entstanden. Hotspots sind Gebiete, die aus dem tiefen Erdmantel aufsteigende heiße Aufströme, sogenannte Plumes, Material bis an die Erdoberfläche transportieren. Im Fall von Hawaii wurde die Region mit der pazifischen Lithosphärenplatte durch die Plattentektonik langsam darüberbewegt, wodurch im Abstand vieler Millionen Jahre eine ganze Kette von Vulkaninseln von den Aleuten bis heute mitten im Pazifik gebildet wurde.
Im Gegensatz zu seinem Nachbarn Mauna Loa ist der Mauna Kea zurzeit nicht aktiv und gilt als schlafender Vulkan. Sein Alter wird auf 1 Million Jahre geschätzt, die ältesten gefundenen Steine wurden auf etwas über 200.000 Jahre datiert. Die letzte aktive Phase fand vor ca. 6000 bis vor 4000 Jahren statt, mit mindestens sieben Ausbrüchen. Es gab bereits zuvor Ruhephasen mit einer längeren Dauer als 4500 Jahre, insofern ist die gegenwärtige lange Ruhephase nicht notwendigerweise ein Zeichen für einen erloschenen Vulkan.
Auf dem Mauna Kea befindet sich das Mauna-Kea-Observatorium, eine Gruppe internationaler Observatorien, die zusammen die größte Sternwarte der Welt bilden. Darunter befindet sich unter anderem das Keck-Observatorium mit seinen beiden 10m-Spiegeln – zwei der zurzeit leistungsfähigsten Teleskope weltweit. Da die Teleskope sehr empfindlich auf Lageveränderungen des Untergrunds reagieren (Sterne würden von der Teleskopsoftware nicht mehr gefunden, und auch langsame und stetige Veränderungen des so genannten ‘Pointings’ werden genauestens überwacht) würde ein typisches Aufblähen des Berges als Zeichen wieder beginnender Aktivität sofort registriert.
Seit 2002 läuft ein Tiefbohr-Projekt auf dem Vulkan. Durch die Untersuchung der geförderten Gesteinsproben aus dem Inneren des Vulkans möchte man weitere Erkenntnisse gewinnen, was die Erde im Inneren antreibt.