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Nissan Gloria

Der Gloria ist ein seit 1959 zunächst von dem japanischen Automobilhersteller Prince, später – nach der Prince-Übernahme durch Nissan im Jahr 1967 – von Nissan hergestellter Wagen der oberen Mittelklasse. Das Modell wurde von Nissan übernommen, obwohl das Werk mit dem Cedric bereits einen eigenen Wagen ähnlichen Zuschnittes im Programm führte. Es wurde im Gegensatz zu den kleineren Modellen des Konzerns zu keiner Zeit unter dem Markennamen Datsun, sondern stets als Nissan angeboten.

Der Gloria basierte ursprünglich auf dem Prince Skyline. Ab 1971 war er ein Schwestermodell des Nissan Cedric.

Inhaltsverzeichnis

Prince Gloria (BLS), 1959–1963

Im Februar 1959 debütierte der Prince Gloria, ein technisch unveränderter Prince Skyline mit dem neuen 1,9-Liter-Vierzylinder des Werkes und besserer Ausstattung.

Prince Gloria (S40), 1962–1967

Prince Gloria Super 6 (1966)
Prince Gloria S40

Im Herbst 1962 lancierte Prince einen neuen Gloria mit eigener Karosserie (Limousine und Kombi) auf längerem Radstand als beim Skyline. Angeboten wurde der Gloria der Serie S40 sowohl mit dem bekannten 1,9-Liter-Vierzylinder als auch, ab 1963, mit einem neuen Zweiliter-Reihensechszylinder (als Gloria 6 Deluxe und Gloria Super 6). Ab 1964 kam ein Grand Gloria (Baureihe S44) mit 2,5-Liter-Sechszylindermaschine hinzu. Technisch interessant war die ungewöhnliche DeDion-Hinterachse.

Nissan Gloria (A30/A130), 1967–1971

Nissan Gloria A30 Kombi

Im April 1967 erschien der noch von Prince entwickelte Gloria Typ A30 als Nissan. Die aufwändige DeDion-Hinterachse wich einer simplen Starrachse, die kantige Karosserie war wesentlich moderner gezeichnet. Den Antrieb übernahm anfangs der Prince-Zweiliter-Sechszylinder, der 1969 durch einen Nissan-Sechszylinder gleichen Hubraums ersetzt wurde. Es wurden weiterhin eine viertürige Limousine (in den Ausführungen Gloria, Gloria Super 6 und Gloria Super Deluxe) und ein fünftüriger Kombi (Gloria Van und Van Deluxe) angeboten.


Nissan Gloria (A230), 1971–1975

Nissan Gloria, Baureihe A230

Ab 1971 wurden Gloria und Cedric auf eine gemeinsame technische Basis gestellt, Unterschiede beschränkten sich auf Kosmetisches. Im Angebot standen nun viertürige Limousine, fünftüriger Kombi und ein zweitüriges Hardtop-Coupé, angetrieben von Sechszylindermotoren von 2 oder 2,6 Litern Hubraum. Während der Cedric als Datsun 200/240/260/280 C auch nach Europa exportiert wurde, blieb der Gloria dem Heimatmarkt vorbehalten.



Nissan Gloria (A330/331/332), 1975–1979

Im Juli 1975 stellte Nissan die jüngste Gloria-Generation vor. Den Zweiliter-Basismotor gab es für den Taxibetrieb auch in Flüssiggas-Ausführung, der 2,6-Liter wuchs im Hubraum auf 2,8 Liter. Neu war zudem eine viertürige Hardtop-Limousine, die zu den bekannten Karosserieversionen hinzukam.

Nissan Gloria (A430), 1979–1983

1979 erschien ein neuer Gloria, der nur noch als betont kantig gestaltete Limousine mit oder ohne B-Säulen und als Kombi angeboten wurde. Zur Wahl standen Zweiliter-Sechszylinder mit Vergaser, Einspritzung oder Turbolader, der 2,8-Liter-Sechszylinder, zwei verschiedene Dieselmotoren (2,2 oder 2,8 Liter) und der Flüssiggas-Zweiliter für das Taxi-Gewerbe. Geschaltet wurde über ein Vierganggetriebe mit Lenkradschaltung, ein Fünfganggetriebe mit Mittelschaltung oder eine Dreigangautomatik. Der Zweiliter-Turbo war das erste japanische Serientriebwerk mit Abgasturbolader. Neu war auch die erstmalige Verwendung von Elektronik bei der Motorsteuerung (ECCS-System).

Nissan Gloria (Y30), 1983–1987

Im Juni 1983 fand der nächste Modellwechsel statt. An den Karosserievarianten änderte sich nichts, neuer Basismotor war ein Zweiliter-Vierzylinder, darüber rangierten ein gleichfalls neuer V6-Zweiliter und ein Dreiliter-V6, dazu gab es wieder den überarbeiteten 2,8-Liter-Diesel. Während die Limousinen bereits 1987 einen Nachfolger erhielten, blieben die Kombimodelle dieser Generation, nur leicht geändert, bis 1999 im Programm.



Nissan Gloria (Y31), 1987–1991

Im Juni 1987 debütierte der Gloria der Baureihe Y31 mit modernisierten Karosserien, weiterhin als reguläre oder Hardtop-Limousine. Motorisch tat sich wenig, neu war allerdings eine Zweiliter-Turboversion des Sechszylinders in DOHC-Auslegung.

Nissan Gloria (Y32), 1991–1995

Nissan Gloria Y32 Hardtop-Limousine, 1991

Ab dem Wechsel zum Y32 im Juni 1991 gab es den Gloria in Japan nur noch mit (Vier- oder Fünfgang-)Automatikgetriebe. An Motoren standen ein Zweiliter-V6, drei verschiedene Dreiliter-V6 (SOHC, DOHC, Turbo), ein V8 und nach wie vor der 2,8-Liter-Diesel im Programm.



Nissan Gloria (Y33), 1995–1999

Nissan Gloria Y33, 1995-1999

Neben einer geänderten Karosserie besaß der im Juni 1995 eingeführte Gloria der Serie Y33 teils auch neue V6-Motoren der VQ-Serie. Die Frontpartie mit den Doppelscheinwerfern erinnerte, wie schon beim Vorgänger, ein wenig an Bentley-Modelle, das Heck an die zeitgenössische S-Klasse von Mercedes.



Nissan Gloria (Y34), 1999–2004

Nissan Gloria, 1999-2004

Im Juni 1999 erschien der bislang letzte Nissan Gloria, ausschließlich als viertürige Limousine. Die seit den 1980er-Jahren produzierten Kombi-Modelle wurden gleichzeitig eingestellt. Angetrieben wurde der Y34 von V6-Motoren von 2,5 oder 3 Litern Hubraum, jeweils mit oder ohne Turbolader. Auf dem Y34 basierte auch der nur in Nordamerika angebotene Infiniti M45. Im Oktober 2004 wurde die Gloria-Produktion eingestellt.

Quellen

  • Automobil Revue, Katalognummern 1960–1995
  • auto katalog, Ausgabe 1985/86
  • Xavier Chauvin: Japanische Automobile. Die kultigsten Modelle von 1960 bis 1975. Heel-Verlag, Königswinter 2007. ISBN 978-3898808248.

 Commons: Nissan Gloria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  •  Commons: Prince Gloria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gloria Y34 auf Nissan History (Seite 1; Stand: 5/2001)
  • Gloria Y34 auf Nissan History (Seite 2; Stand: 12/2001)
  • Floria Y34 Gran Turismo auf Nissan History (Seite 3; Stand: 10/2004)
  • Spezifikationen der Gloria-Modelle
  • Spezifikationen der Gloria-Wagon-Modelle
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