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Rupert Murdoch

Rupert Murdoch (2009)
Rupert Murdoch (2006)

Keith Rupert Murdoch (* 11. März 1931 in Melbourne) ist ein australischer Medienunternehmer. Murdoch besitzt die australische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft.


Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn von Keith und Elisabeth Murdoch sr., geb. Greene, besuchte die private Geelong Grammar School in Australien und studierte anschließend an der Oxford University in England. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters 1952 übernahm er die Führung im väterlichen Medienkonzern, der damals aus zwei Zeitungen in Adelaide (unter anderem The News) und einem Radiosender bestand. Es folgten zahlreiche Übernahmen, Beteiligungen und Neugründungen von Zeitungs- und Buchverlagen, Radio- und Fernsehsendern, sowie Filmstudios, zunächst in Australien, dann in Großbritannien und anschließend in den USA.

Rupert Murdoch ist Hauptaktionär und leitender Vorstand der News Corporation, eines weltweit agierenden Medienkonzerns, der zahlreiche Beteiligungen an Film- und Fernsehunternehmen, Zeitungs- und Buchverlagen und sogar eine Baseball-Mannschaft (Los Angeles Dodgers) besitzt. Die Herzstücke dieses Medienimperiums sind u.a. das Hollywood-Film Studio 20th Century Fox und das US-amerikanische TV-Network Fox Television, das der Australier Murdoch 1986 erst nach erfolgreicher Bemühung um die US-Staatsbürgerschaft ins Leben rufen konnte. 1989 fasste er mit der Gründung von British Sky Broadcasting Fuß im europäischen Medienmarkt. Im asiatischen Markt ist Murdoch mit STAR TV vertreten, mit mehr als 100 Millionen Zuschauern täglich.

Vermögen

Murdoch befindet sich derzeit auf dem 132. Platz in der Rangliste der reichsten Menschen des Forbes Magazine.[1] In der Rangliste der kommerziell erfolgreichsten Medienunternehmer des gleichen Magazines belegt er Platz 4.[2]

Es wird geschätzt, dass heute zirka 2 %[3][4] der global vertriebenen Medien unter seinem Einfluss stehen.

Kritik


Kritikern zufolge nutzt Rupert Murdoch die ihm gehörenden Medien zur Verbreitung konservativer Weltanschauungsmuster, jedoch stützten seine Medien nach dem Niedergang der Konservativen in Großbritannien den Kurs der Regierung Blair. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, dass Fox TV und etwa 175 Zeitungen der News Corporation im Vorfeld des Irak-Krieges eine euroskeptische und anti-französische Grundhaltung eingenommen hätten.

Seine Zeitungen „The Sun“ und „News of the World“ in Großbritannien sind für eine antieuropäische und anti-deutsche Haltung bekannt. Fox TV wurde von Kritikern immer wieder überzogener Patriotismus und einseitige Parteinahme zugunsten der Regierung Bush vorgeworfen.

Am 26. Januar 2007 räumte Murdoch bei einem Interview auf dem „World Economic Forum“ in Davos öffentlich ein, dass er aktiv versucht habe, die öffentliche Meinung zu Gunsten Bushs Nah-Ost-Politik zu beeinflussen.[5]

Die Kritik an Murdochs Medienmacht wurde in letzter Zeit immer ausgeprägter. Unter anderem seit der Veröffentlichung des FOX- und Murdoch-kritischen Skandalfilmes „outfoxed“ (Link zur Website unten), in dem unter anderem ein Ex-FOX-News-Mitarbeiter aufgedeckt hat, dass der FOX-News-Redaktion täglich ein Memo der Senderleitung gereicht wurde, welches die Themen beinhaltete, die an diesem Tag behandelt werden sollten. Der Vorwurf des parteiischen und unsachlichen Journalismus wurde durch die Vorhaltung ergänzt, die Bush-Regierung intensiv unterstützt und Neuigkeiten beispielsweise über den Irakkrieg immer verschleiert wiedergegeben zu haben. Es sei zum Beispiel nach jeder Meldung über den Tod von US-Soldaten darauf hingewiesen worden, dass die US-Armee im Irak einen wichtigen Auftrag erfüllen müsse, indem sie den internationalen Terrorismus bekämpfe, und nach dem grausamen Anschlag auf das World Trade Center vom 11. September 2001 weiteren terroristischen Tätigkeiten vorbeugen müsse.

Laut einer Umfrage war sich ein großer Prozentsatz der FOX-Zuschauer entgegen den tatsächlichen Gegebenheiten sicher, dass der Irak wirklich Massenvernichtungswaffen besessen habe. Auch in anderen Zusammenhängen, seien sie politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich, soll sich Murdoch vermehrt eingemischt und die Nachrichten in seinem Sinne beeinflusst haben.[6][7][8][9]

Aktuelles

Im Jahr 2005 kaufte Murdoch MySpace. Am 1. August 2007 konnte Murdoch zudem nach einer monatelangen Verhandlungsschlacht die Übernahme des bekannten US-Verlages Dow Jones für sich verbuchen, zu dem unter anderem das weltweit bekannte Wall Street Journal gehört. Am 7. Dezember 2007 wurde bekannt, dass Murdochs Sohn James den Chefposten des Medienimperiums seines Vaters in Europa und Asien übernimmt.

Einzelnachweise

  1. The 2009 List Of Tech Billionaires And How Much They Lost. techcrunch.com. Abgerufen am 5. September 2009.
  2. http://www.forbes.com/lists/2006/54/biz_06rich400_The-400-Richest-Americans-Media-Entertainment_8Rank.html
  3. News Corp. (2006), Annual Report 2006, S.37
  4. ITU Workshop on Ubiquitous Network Societies (2005), The Future of TV Broadcasting in Ubiquitous Network Societies (UNS)
  5. Murdoch Confesses To Propaganda On Iraq. NewsCorpse.com. Abgerufen am 5. September 2009. (englisch)
  6. http://www.foxattacks.com
  7. http://www.wsws.org/de/2006/mai2006/murd-m16.shtml
  8. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/723581/
  9. http://www.outfoxed.org/

 Commons: Rupert Murdoch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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