Schlacht von Kadesia
| Schlacht von Kadesia | |||||||
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| Teil von: Islamische Expansion | |||||||
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| Konfliktparteien | |||||||
| Araber | Sassanidenreich | ||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Sa´ad ibn Abi Waqqas | Rostam Farrokhzād † | ||||||
| Truppenstärke | |||||||
| ca. 30.000 | ca. 40.000 | ||||||
| Verluste | |||||||
| 7.500 | unbekannt | ||||||
| Islamische Expansion im Osten |
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Jarmuk – Kadesia – Heliopolis – Nehawend – Konstantinopel I – Konstantinopel II – Syllaeum – Konstantinopel III – Talas |
Die Schlacht von Kadesia (auch Kadisiya, Qadisiyyah u.ä.) (Arabisch: معركة القادسيّة) im Jahre 636 (nach manchen Angaben erst 637 oder 638) war neben der Schlacht am Jarmuk im gleichen Jahr einer der Meilensteine im Rahmen der islamischen Expansion. Der Sieg der Muslime über die Perser ermöglichte die Besetzung Mesopotamiens durch die Araber und war eine Voraussetzung für den Sieg in der Schlacht bei Nehawend, der das Schicksal des persischen Sassanidenreiches endgültig besiegelte.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ausgangslage
Die Perser, deren Reich durch einen langen und blutigen Krieg mit Ostrom sehr geschwächt war (siehe dazu: Herakleios), suchten der arabischen Bedrohung an ihrer Südwestflanke durch einen energischen Schlag zu begegnen. 634 hatte man in der “Schlacht an der Brücke” bei Kufa eine erste Attacke abgewehrt, doch die Araber griffen weiter an. Daher führte Rostam Farrokhzād, der Reichsfeldherr des Großkönigs Yazdegerd III., nun eine große Armee (angeblich rund 100.000 Mann; realistisch dürften eher 40.000 Mann sein) über den Euphrat nach Kadesia (beim heutigen Hilla im Irak). Kalif Umar ibn al-Khattab schickte ihm eine Reiterarmee mit gut 30.000 Arabern unter dem Befehl von Sa’ad ibn Abi Waqqas entgegen. Die genaue Datierung ist umstritten; traditionell wird oft 636 und manchmal auch 637 genannt. Die Angaben der zeitlich nächsten Quelle, der armenischen Chronik des Sebeos (137), legen aber den 6. Januar 638 als Datum der Schlacht nahe.
Der Ablauf
Die Araber begannen mit ihren schnellen Reiterattacken, worauf die Perser einen Gegenangriff mit Kriegselefanten unternahmen. Dennoch konnten sich die Araber halten. Die Kämpfe dauerten drei Tage an, bis Sa’ad Unterstützung durch Kämpfer erhielt, die Erfahrung in der Bekämpfung von Kriegselefanten mit Speeren und Bogen hatten. Den Arabern gelang es so, Breschen in die feindlichen Reihen zu schlagen und sich bis in die Nacht hinein einen Vorteil über die Perser zu erkämpften. Am nächsten Morgen soll dann den Persern ein Wüstensturm entgegengeblasen haben, wodurch schließlich ihre endgültige Niederlage begünstigt worden sein soll (Ähnliches wird auch von der Schlacht am Jarmuk berichtet, in der die Oströmer geschlagen wurden. Es ist daher möglich, dass dies eine Legende ist). Rostam Farrokhzād suchte sein Heil in der Flucht, wurde aber von den Arabern gefangen genommen und geköpft. Die Araber machten ansonsten keine Gefangenen, verloren selbst mindestens 7.500 Mann und erbeuteten sogar das juwelengeschmückte Heilige Banner der Perser.
Die Folgen der Schlacht
Sa’ad setzte den fliehenden Persern nach, woraufhin Yazdegerd III. angeblich den Arabern das gesamte Gebiet westlich des Tigris anbot, was diese angesichts eines möglichen vollständigen Sieges allerdings ablehnten. Daraufhin musste der Großkönig seine Residenz in Ktesiphon aufgeben und sich nach Osten zurückziehen, um den Widerstand zu reorganisieren, während die Araber Mesopotamien eroberten.
Sechs Jahre später, 642, gelang den Arabern schließlich in der Schlacht bei Nehawend die faktische Zerschlagung des Sassanidenreichs. Yazdegerd III. wurde neun Jahre später im Ostiran ermordet. Mit dem Untergang des letzten vorislamischen Großreichs im Vorderen Orient setzt man für diese Region das Ende der Antike und den Beginn des Mittelalters an.
Sonstiges
Die Schlacht von Kadesia wurde vom irakischen Regime Saddam Husseins propagandistisch als Vorbild für die Invasion Chuzestans 1980 verwendet, die am Anfang des Iran-Irak-Krieges (1980–1988) stand.
Literatur
- The History of Al-Tabari: an annotated translation. Übersetzt von Yohanan Friedmann. Bd. 12. New York 1992 (kommentierte engl. Übersetzung).
- A. Zarrinkub: The Arab Conquest of Iran and Its Aftermath. In: Richard Nelson Frye (Hrsg.): Cambridge History of Iran. Bd. 4, Cambridge u. a. 1975, S. 1ff.
Die Schlacht aus arabischen Quellen (deutsch)
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Sonstiges
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