Zweite Schlacht von El Alamein
| Zweite Schlacht von El Alamein | |||||||
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| Teil von: Zweiter Weltkrieg | |||||||
Deutsche Panzerjäger-Abteilung 39 in der Wüste | |||||||
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| Konfliktparteien | |||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Erwin Rommel | Bernard Montgomery | ||||||
| Truppenstärke | |||||||
| 95.500 Mann (62.000 davon Italiener), 550 Panzer | 251.000 Mann, 1.100 Panzer | ||||||
| Verluste | |||||||
| 13.500 Tote/Verwundete, 30.000 Gefangene | 20.000 Tote/Verwundete | ||||||
| Bedeutende Militäroperationen während Afrikafeldzuges (1940–1943) der Achsenmächte |
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1940: Operation Compass 1941: Unternehmen Sonnenblume – Operation Crusader |
26. Oktober 1942 17h – Die 51st Highland Division erobert Kidney Ridge – weitere Angriffe bleiben in Gegenangriffen der “Littorio” stecken
26. Oktober 1942 17:30h – Die 2nd New Zealand Division und 1st South African Infantry Division greifen die 102. motorisierte Division “Trento” an.
27. Oktober 1942 10h – Das 7. Bersaglieri Regiment versucht vergeblich die 9th Australian Division von Hügel 28 zu vertreiben
Die 44th Infantry Division liefert sich Gefechte mit der “Folgore”
Die 7th Armoured Division wird nach Norden verlegt
Die “Trento” Division fällt unter schweren Angriffen der 1st South African und 4th Indian Division zurück. Der 21. Panzerdivision und “Littorio” Division gelingt es durch Gegenangriffe die Front zu stabilisieren
Die 2nd New Zealand Division positioniert sich hinter der 9th Australian Division
2. November 1942 9h – 15. und 21. Panzerdivision treten zum Gegenangriff an – Panzerschlacht von Tel el Aqqaqir
Rommel befiehlt die 132. Panzerdivision “Ariete” nach Norden.
2. November 1942 22h – Die südlich Tel el Aqqaqir stehenden Divisionen “Trento”, “Bologna”, “Pavia”, “Brescia” und “Folgore” sowie die Fallschirmjägerbrigade “Ramcke” beginnen mit dem Rückzug
1st Armoured und 10th Armoured brechen als erste durch und stoßen der Küste entlang vor
2nd New Zealand bricht Richtung Fuka durch und vernicht auf dem Weg die Divisionen “Trento” und “Bologna”
7th Armoured bricht durch, umzingelt und vernicht die Panzerdivision “Ariete”
Die Truppen der Achse beginnen eine unkontrollierte Flucht nach Westen
Die Zweite Schlacht von El Alamein stellte einen bedeutenden Wendepunkt im Afrikafeldzug während des Zweiten Weltkriegs dar. Die Schlacht fand vom 23. Oktober bis zum 3. November 1942 statt. Nach der ersten Schlacht von El Alamein im Juli 1942 übernahm Bernard Montgomery das Kommando über die 8. Britische Armee von Claude Auchinleck.
Inhaltsverzeichnis |
Situation
Bis Juli 1942 war die deutsch-italienische Panzerarmee Afrika unter General Erwin Rommel bis nach Ägypten vorgedrungen und hatte die Versorgungslinie der Briten bis hinter den El Alamein gedrängt. Rommel sah nun die Möglichkeit eines Angriffs, obwohl durch die weit auseinandergezogenen Nachschublinien die eigene Versorgung gefährdet war. Zudem waren weitere Verstärkungen für die Alliierten in Sicht, aber noch nicht eingetroffen. Die Schlacht von Alam Halfa wurde am 30. August gestartet, schlug aber fehl. Ein Gegenangriff durch Montgomerys 8. Britische Armee wurde erwartet. Daher gruben sich die Deutschen im Wüstensand ein.
Nach langen sechs Wochen des Wiederaufbaus der alten Stärke war die 8. Britische Armee bereit anzugreifen. 251.000 britische Soldaten und 1.100 Panzer unter dem Kommando von Montgomery kämpften gegen die knapp 100.000 Männer und 550 Panzer des Afrikakorps.
Der Plan der Alliierten
Mit der Operation Lightfoot hoffte Montgomery, zwei passierbare Schneisen durch die von den Achsenmächten gelegten Minenfelder im Norden zu schlagen, um mit den eigenen Panzern durchzubrechen. So sollten Rommels Panzer besiegt werden. Im Süden sollten Blockadeangriffe ausgeführt werden, um den Rest der Streitkräfte der Achsenmächte davon abzuhalten, sich nordwärts zu bewegen.
Montgomery erwartete eine zwölftägige Schlacht, die in drei Phasen ablaufen würde: Einbruch in die gegnerische Phalanx, Nahkampf, Sieg über den Feind.
Die Commonwealthstreitkräfte vollführten eine große Zahl von Täuschungsmanövern im Monat vor der Schlacht von El Alamein, um die gegnerische Führung über den Zeitpunkt und den Ort im Unklaren zu lassen. Diese Operation bekam den Kodenamen Operation Bertram. Als zur Ablenkung mit dem Bau einer Pipeline begonnen wurde und zur Irreführung Panzerattrappen, auf Jeeps montiert, aufgestellt wurden, war die Verwirrung perfekt, da die Achse nun mit einem viel späteren und weiter südlich stattfindenden Angriff rechneten. Die im Norden aufgestellten Panzer wurden als Nachschub-LKW getarnt.
Die italienischen und deutschen Truppen lagen entlang zweier Linien, die von den Alliierten Oxalic Line und Pierson Line genannt wurden. 2,5 Millionen Minen waren zur Panzerabwehr im sogenannten Teufelsgarten ausgelegt worden.
Die Schlacht
Die Schlacht begann am 23. Oktober um 21:30 Uhr mit starkem Artilleriebeschuss. Anfangs war das Ziel die Oxalic-Linie mit den umliegenden Minen, um schnellstmöglich zur Pierson Linie vorzurücken. Als der Angriff begann, war der Minenkorridor aber noch nicht vollständig geräumt.
In der ersten Nacht gelang es im Norden nur eine Schneise bis kurz vor die Pierson Linie zu schlagen. Weiter im Süden waren die Fortschritte größer, aber beim Miteirya-Bergrücken blieben die Alliierten stecken.
Am 24. Oktober starb der kommandierende General der Achsenmächte Georg Stumme, der den Oberbefehlshaber Erwin Rommel vertrat, an einem Herzinfarkt, während er beschossen wurde. Rommel befand sich zu der Zeit in einem Krankenhaus in Österreich. Stummes Leiche wurde nicht geborgen. Nach einer Zeit des Durcheinanders, in der es keinen richtigen Oberbefehlshaber gab, übernahm Wilhelm Ritter von Thoma den Oberbefehl der Streitkräfte der Achsenmächte. Hitler befahl Rommel, sich in der Heimat zu erholen. Als sich die Lage in Nordafrika weiter verschärfte, bat man Rommel zurückzukehren, wenn er sich dazu in der Lage fühle. Rommel kehrte sofort nach Afrika zurück, das er am 25. Oktober erreichte.
Nachdem die Alliierten wieder einen Angriff am Miteirya-Bergrücken erfolglos beenden mussten, wurde die ganze Attacke abgebrochen. Montgomery verlegte den Brennpunkt auf die Nordflanke entlang der Küste, wo die 9. Australische Division unter Major General Leslie Morshead einen von vielen Nachtangriffen startete, um die Aufmerksamkeit von dem Hauptangriffsbereich wegzulenken. Der erste Nachtangriff vom 25. auf den 26. Oktober war ein Erfolg. Rommels unverzüglich ausgeführte Gegenattacke schlug dagegen fehl. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Alliierten 6.200 und die Achsenmächte 2.500 Männer verloren. Rommel hatte aber nur 370 einsatzbereite Panzer, wo hingegen die Briten über mehr als 900 Panzer verfügten. Es gab viele kleinere Scharmützel und die verbissene Verteidigung des sogenannten Outpost Snipe, aber am 29. Oktober waren Rommels Linien immer noch nicht durchbrochen.
Montgomery, der weiter zuversichtlich war, bereitete seine Einheiten auf den Hauptangriff vor. Die Aktion trug den Namen Operation Supercharge. Durch die vielen kleineren Angriffe und Operationen der Briten waren Rommels Panzerkräfte auf nur noch 102 Panzer zusammengeschrumpft.
Die zweite große Angriffswelle der Alliierten fand entlang der Küste statt, hauptsächlich um die Rahman Bahnlinie und die Hochebene bei Tel el Aqqaqir einzunehmen. Der von der 2. Neuseeländischen Division unter Major General Bernard Freyberg angeführte Angriff startete am 2. November 1942. Am nächsten Tag hatte Rommel nur noch 35 Panzer einsatzbereit. Der starke alliierte Vormarsch zwang ihn zum Rückzug. Am selben Tag erhielt Rommel ein Telegramm von Adolf Hitler, der ihn darin aufforderte „bis zum letzten Mann“ zu kämpfen und die Niederlage abzuwenden. Rommel stoppte daher in der Nacht vom 3. auf den 4. November seinen Rückzug auf der gesamten Breite der Front.
Als am. 4 November um 7h die alliierten Divisionen erneut angriffen, durchbrachen sie bei Tel el Aqqaqir Rommels geschwächte Front, vernichteten die Divisionen Trento, Bologna und Ariete und schnitten dadurch die südlich des Durchbruchs stehenden Teile von Rommels Armee von der Fluchtroute entlang der Küste ab. Ab dem Morgen des 5. November befanden sich die verblieben Achsentruppen in einer unkontrollierten Flucht nach Westen; 30.000 Soldaten ergaben sich und wurden gefangen genommen.
Winston Churchill würdigte am 10. November die Schlacht mit den Worten:
“Now this is not the end, it is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.”
„Dies ist jetzt noch nicht das Ende, es nicht einmal der Anfang des Endes, aber es ist vielleicht das Ende des Anfangs.“
Diese Schlacht war Montgomerys größter Sieg. Als er in den Adelsstand erhoben wurde, wählte er sich den Titel Viscount Montgomery of Alamein.
Die Landungen der Operation Torch in Marokko und Algerien stellten später im November den vollständigen Sieg der Alliierten in Nordafrika sicher.
Der Kriegsschauplatz heute
Durch 1966 gefundene Erdölvorkommen, die seit 1968 gefördert werden, konnte El Alamein einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung verbuchen. Der in El Alamein angelegte britische Soldatenfriedhof mit 7.500 Gräbern sowie die deutsche mit 4.213 Gefallenen und die italienische Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs werden heute von vielen Touristen in El Alamein besichtigt.
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